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SketchUp im Städtebau: Marburger Südstadt

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Projektbild

Semesterarbeit von Kevin Skwarra & Patrik Oni

Im Rahmen ihrer Semesterarbeit an der Technischen Hochschule Mittelhessen im Fachbereich Architektur haben Kevin Skwarra und Patrik Oni einen Teilbereich der Marburger Südstadt neu gestaltet. Dabei wurde der Entwurf mit Hilfe von SketchUp modelliert und mit Hilfe von V-Ray visualisiert.

Wir haben die beiden Studierenden gefragt, ob Sie ihren Entwurf kurz vorstellen möchten und Sie gefragt, warum ihre Wahl auf die Software SketchUp in Kombination mit V-Ray gefallen ist.

Studenten mit Liebe zum Detail

Kevin Skwarra und Patrik Oni studieren im 5. Semester Architektur an der Technischen Hochschule Mittelhessen und haben im Rahmen ihrer Semesterarbeit (Entwerfen B4 – Städtebau) einen Teil des Marburger Südviertels neu gestaltet.

Ein großartiges Projekt, das mit Hilfe von SketchUp konzipiert wurde.

Die Semesterarbeit: „Eingangsbereich“ der Marburger Südstadt

Marburg ist die Kreisstadt des mittelhessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf, liegt direkt an der Lahn und zeichnet sich durch seine vielseitige Architektur aus. Gerade in der Marburger Südstadt gibt es für Architekturbegeisterte viel zu sehen.
Unsere Aufgabe bestand darin, den „Eingangsbereich“ der Marburger Südstadt neu zu entwerfen. Aktuell befindet sich dort eine Tankstelle, ein Küchenstudio und eine kleine Bäckerei (hellroter Bereich im Lageplan).
Für unseren fiktiven Entwurf konnten wir uns auf dem gesamten Areal ausbreiten. Auf der gegenüberliegenden Seite (getrennt durch die Frankfurter Straße) war ebenfalls ein kleines, aktuell freies Entwurfsgebiet (hellroter Bereich im Lageplan).
Voraussetzung für beide Gebiete war es, einen öffentlichen Bereich mit Geschäften im Erdgeschoss und einen privaten Bereich mit Wohnungen in den Obergeschossen zu schaffen.

Lageplan des Gebäudekomplex

Lageplan des Gebäudes: „Eingangsbereich“ der Marburger Südstadt

Von den ersten Skizzen zum SketchUp Modell in 3D

Um erst einmal einen Eindruck von der dort vorhandenen Architektur zu bekommen, haben wir uns in Marburg getroffen, sind durch die Stadt gelaufen und haben verschiedene Details wie Fenster, Ornamente, Türen sowie Materialitäten und Gebäudeabmessungen dokumentiert. Dadurch wurde uns schnell klar, dass wir keinen klassischen Neubau, sondern ein Gebäudekomplex entwerfen wollen, welcher sich durch seine Architektur, seine Details und sein Prestige genau in den Marburger Südstadtflair einfügt und zum Flanieren einlädt.

Begonnen haben wir noch vor Ort mit ersten Skizzen für Ornamente und Fassaden.  Wir entwickelten mehrere mögliche Konzepte, konnten uns aber von Anfang an nie von unserem Hauptmerkmal, den Rundbögen im Erdgeschoss sowie dem großen Rundbogen im Innenhof trennen. Wir entwarfen neben unserem großen Hauptgebäude noch drei weitere kleinere Gebäude, die optisch mit in unseren Gebäudekomplex passen, aber nicht identisch zum Hauptgebäude waren. Die Gebäude greifen die Architektur der 1920er Jahre auf, wie man sie beispielsweise bei den Backsteingebäuden der jüdischen Gemeinde von dem Berliner Architekten Emil Schweizer in der Marburger Südstadt findet. Eine Backsteinarkade verbindet die beiden in der Frankfurter Straße gegenüberliegenden Bauten und bildet somit einen monumentalen Auftakt für das Marburger Südviertel. Bei dem nördlichen Block führen Durchgänge in den halböffentlichen Hof.

Wir entwickelten unseren Entwurf stets weiter und wurden wöchentlich von unseren Professoren begleitet und motiviert.

„An dieser Stelle möchten wir uns auch nochmal ganz herzlich bei Herrn Prof. Dr. Pellnitz und Herrn Prof. Czempiel für die gute Zusammenarbeit bedanken, die es auch in außergewöhnlichen Corona-Online-Semestern wie diesem, geschafft haben uns ihr Wissen zu vermitteln und uns während des gesamten Semesters für entstandene Problemstellungen und Fragen zur Verfügung standen. „

Warum habt Ihr euch für SketchUp entschieden?

Wir haben bereits im ersten Semester über andere Kommilitonen und Kommilitoninnen von SketchUp erfahren und waren begeistert, wie schnell und einfach unsere Entwürfe zum Leben erweckt werden konnten.

Der Lernfortschritt bei SketchUp ist gerade am Anfang enorm, was natürlich ziemlich motiviert am Ball zu bleiben. Dazu kam, dass wir ab dem dritten Semester an der Hochschule wieder mit SketchUp in Berührung kamen, diesmal durch Herrn Prof. Czempiel, der uns mit kurzen und einfachen Tutorials gezeigt hat, was alles mit SketchUp möglich ist.

Als „angehender Architekt“ wird man zu Beginn des Studiums darin geschult Konzepte und Ideen handschriftlich, also mittels Stift und Papier zu erarbeiten. Im späteren Verlauf eines Projekts greift man dann vermehrt auf CAD Programme zurück.

„Mit SketchUp lassen sich schnell und einfach unsere Entwürfe zum Leben erwecken.“

Kevin Skwarra und Patrik Oni

Im Laufe einer solchen Entwurfsphase merkt man recht schnell, dass es während eines fortlaufenden Projektes zunehmend schwieriger wird mittels handschriftlicher Skizzen effektiv zu arbeiten. Für eine Planung mit herkömmlichen CAD Programmen ist es aber zu diesem Zeitpunkt noch „zu früh“. SketchUp schließt genau diese Lücke.
Mittlerweile beginnen wir nach relativ kurzer Zeit, in der wir Entwürfe und Konzepte skizzieren, bereits mit der Realisierung in SketchUp. Durch die breite Palette an Plug-Ins ist es zudem kaum noch erforderlich im späteren Verlauf auf herkömmliche CAD Software zurückzugreifen. So ist SketchUp zum Beispiel besonders hilfreich, verschiedene Varianten eines Konzepts zu evaluieren und Problemstellungen und Konzeptlücken in einer sehr frühen Phase eines Projekts bereits zu erkennen sowie zu lösen. SketchUp bildet also die Brücke von einem vagen Konzeptgedanken zu einem ausgearbeiteten Projekt. So wurde das hier vorgestellte Projekt beispielsweise beinahe ausschließlich mit SketchUp konzipiert und fortlaufend bearbeitet. Nicht zu unterschätzen ist zudem die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Mac- und Windows-Nutzern, was uns beide persönlich betroffen und sehr gut gefallen hat.

Warum habt Ihr euch für V-Ray entschieden?

Das Architekturstudium ist ein stark visuell geprägtes Studium. Da liegt es nahe sich früh mit der Frage zu beschäftigen, wie man seine Entwurfsgedanken so visualisiert, dass diese von Mitstudierenden, sowie Professoren und Professorinnen auch genauso verstanden werden.

Auch für sich selbst ist es äußerst hilfreich während der Konzeptionierung bereits einen visuellen Eindruck der eigenen Idee zu bekommen und anhand dessen, das eigene Konzept dann weiter zu entwickeln.

V-Ray ist ein in SketchUp integriertes Renderingprogramm. Anders als bei „standalone“ Alternativen muss man sein SketchUp Modell nicht erst exportieren. Änderungen im Modell lassen sich dadurch superschnell visualisieren. Für uns war genau dies maßgeblich, da wir unsere Ideen und Vorstellungen während des gesamten Entwurfsprozesses miteinander teilen konnten und so immer auf dem gleichen Stand waren.

Zudem ist V-Ray kaum zu übertreffen, wenn es darum geht, abschließend zu einem Projekt fotorealistische Visualisierungen zu erstellen. Und auch falls Fotorealismus einmal nicht angestrebt sein sollte, bietet V-Ray die Möglichkeit die Visualisierungen zu stilisieren oder gibt einem mittels sogenannter „Render Elements“ Tools an die Hand, um dies im Nachhinein in einem Bildbearbeitungsprogramm nachzuholen. Wie immer gilt auch hier: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Alle hier gezeigten Bilder sind Eigentum von Kevin Skwarra und Patrik Oni.

„SketchUp ist besonders hilfreich, um verschiedene Varianten eines Konzepts zu evaluieren und Problemstellungen und Konzeptlücken in einer sehr frühen Phase des Projekts bereits zu erkennen sowie zu lösen.“

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